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Solardach

Messwagen kommt der Störung auf der Spur

(vom 14.02.2020)

Stadtwerke haben nach dem Stromausfall jede Menge Nacharbeiten zu erledigen

„Es ist enorm wichtig, dass die Schäden schnellst möglich behoben werden, denn wenn es aktuell noch einmal zu einem großflächigen Stromausfall käme, hätten wir kaum noch Reserven, um durch Umschaltungen im Netz kurzfristig die Haushalte wieder zu versorgen“, sagt Matthias Schweitzer, Bereichsleiter Technik und Netze bei den Stadtwerken Rüsselsheim. Was es heißt im Dunkeln zu sitzen und ohne Strom zu sein, das haben rund 30.000 Menschen am vergangenen Samstag erfahren, als infolge eines Erdschlusses gegen 20 Uhr zum größten Stromausfall in Rüsselsheim seit mehr als zwei Jahrzehnten kam.

Stundenlang ohne Strom

Bei den ersten Wohnungen ging zwar schon nach 45 Minuten das Licht, doch die letzten Haushalte waren mehr als fünf Stunden von der Versorgung abgeschnitten. Nicht ohne Grund: Denn der erste Kurzschluss nahe der Trafostation Tannenstraße hatte sich auf insgesamt sechs längere Kabelstrecken fortgesetzt.

Schwachstellen im Netz

„Der Strom sucht sich bei einem Kurzschluss einen anderen Weg, was dort zu Überspannungen und weiteren Kurzschlüssen führt, wo es ohnehin Schwachstellen im Netz gibt“, erläutert Schweitzer. So erklärt es sich auch, dass die Kabelstrecken, die am Samstag betroffen waren, nicht fortlaufend sondern an unterschiedlichen Stellen im Stadtgebiet lagen. Üblicherweise wird beim Netz von einer Lebensdauer von 60 Jahren ausgegangen, erklärt der Bereichsleiter, doch wie es mit Durchschnittswerten so ist, können eben auch jüngere Kabel schon kaputt gehen. „Umso wichtiger ist es, die Netze regelmäßig zu warten, instand zu halten und auch zu erneuern.“

Teure Technik

Die Stadtwerke verfügen für den Ernstfall über das nötige technische Equipment. So kam ein Notstromaggregat am Max-Beckmann-Weg zum Einsatz, das rund 100 Wohneinheiten versorgen kann. Mit einem Messwagen, dessen Instrumente und Geräte einen Anschaffungswert von mehr als 100.000 Euro haben, wurden seit Montag auf den betroffenen Kabelstrecken die genauen Schadensstellen ermittelt.

Gehweg aufgebrochen

An manchen Orten war es nicht nötig, Messspannung auf die Leitung zu geben. Hier hatte der Kurzschluss so viel Energie freigesetzt, dass das Wasser im Boden verdampfte und durch den entstehenden Druck die Gehwegplatten aufbrechen ließ. Doch bevor nun die Dienstleister der Stadtwerke hier die Erde aufbrechen dürfen, um die defekten Kabel auszutauschen, muss im Eilverfahren erst die Erlaubnis dazu bei der Stadt beantragt und bewilligt werden, berichtet Matthias Schweitzer. Er geht davon aus, dass die letzten Arbeiten Mitte nächster Woche abgeschlossen sein werden.

Schnell vor Ort

Der Bereichsleiter betont, wie wertvoll es ist, dass die Mitarbeiter der Stadtwerke über besonders gute Ortskenntnisse verfügen. „Das ist gerade bei einem nächtlichen Einsatz wie am vergangenen Samstag von besonderem Vorteil.“ Die Mitarbeiter, von denen die meisten schon seit vielen Jahren für die Stadtwerke arbeiten, wohnen allesamt in Rüsselsheim und der näheren Umgebung. Nur so ist zu gewährleisten, dass die vorgeschriebene Einsatzzeit von 30 Minuten nach einem Schadensfall eingehalten werden kann. Anhand der statistischen Auswertung weiß Schweitzer jedoch: „Wir sind im Ernstfall in aller Regel unter 20 Minuten, meist schon nach 18 oder 19 Minuten, am Einsatzort.“ 

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Die Stadtwerke Rüsselsheim versorgen Menschen in Rüsselsheim und der Region günstig und umweltfreundlich mit Gas und Strom und bieten zahlreiche Energiedienstleistungen an. In Rüsselsheim sorgen die Stadtwerke außerdem per Glasfaser für das schnellste Internet in High-Speed-Geschwindigkeit ohne Limits.

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