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Wasserhärte

Die Stadtwerke Rüsselsheim werden von zwei Unternehmen mit Wasser beliefert: 

Die Stadtteile Horlache, Haßloch Nord, Alt-Haßloch, Dicker Busch I und II, Kolonie und Königstädten. werden von uns mit Wasser versorgt, das wir von der Hessenwasser (vormals Riedwerke) geliefert bekommen.
Härtebereich: Hart (14° - 21°, dH)

Die Versorgung der Stadtteile Altstadt-West, Altstadt-Ost, Eichgrund, Rübgrund, Ramsee, Friedrich-Ebert-Siedlung, Hasengrund, Böllensee-Siedlung, Bauschheim und Berliner Viertel erfolgt mit Wasser, das uns die Stadtwerke Mainz (Wasserwerk Hof Schönau) liefern.
Härtebereich: Hart (über 24°, dH)

Warum das Wasser im Rüsselsheimer Stadtgebiet zum Härtebereich "hart" gehört, welche Vor- und Nachteile das mit sich bringt, erfahren Sie hier:

Was Wasserhärte ist

Die Wasserhärte ist ein Maß für die Menge der im Wasser gelösten Mineralien, besonders Calcium und Magnesium - beides lebenswichtige Mineralien. Die Maßeinheit der Wasserhärte in Deutschland ist der deutsche Härtegrad (dH). Im Gesetz über die Umweltverträglichkeit von Wasch- und Reinigungsmitteln sind mit Wirkung zum 1. April 2007 drei Härtebereiche festgelegt:

  • Härtebereich weich: weniger als 1,5 Millimol je Liter (bis zu 8,4° dH)
  • Härtebereich mittel: 1,5 bis 2,5 Millimol je Liter (8,4° bis 14° dH)
  • Härtebereich hart: mehr als 2,5 Millimol je Liter (mehr als 14° dh)

Alle Millimol-Angaben beziehen sich auf den Gehalt an Calciumcarbonat.

Warum hartes Wasser gesund ist

Mal angenommen, dies wäre jetzt eine Meinungsumfrage, und wir wollten von Ihnen wissen, was Sie über hartes, kalkhaltiges Trinkwasser denken? Wahrscheinlich würde Ihre Antwort nicht sehr schmeichelhaft für hartes Wasser ausfallen. Weil es Sie z.B. stört, dass sich in Ihrem Kaffeekessel oder in Ihrer Kaffeemaschine Kalk absetzt.

Mal angenommen, wir fragten jetzt einen kompetenten Mediziner, was er über hartes, kalkhaltiges Wasser zu sagen hat. Seine Antwort würde sehr viel positiver ausfallen: "Insbesondere hartes Wasser ist gesund." Der Grund: Kalkhaltiges Wasser enthält wichtige Mineralien.

Wie die Mineralien ins Wasser kommen

Wasser ist - wir können es jeden Tag aufs Neue erfahren - ein sehr gutes natürliches Lösungsmittel. Es löst z.B. die anregenden Aromastoffe im Kaffee oder im Tee. Diese Lösungskraft des Wassers zeigt sich auch, wenn das Wasser durch kalkhaltige Böden versickert. Das Regenwasser nimmt bei seinem Weg durch den Boden - wo es sich schließlich als Grundwasser sammelt - zahlreiche natürliche Mineralstoffe aus den verschiedenen Untergrundschichten auf, auch natürliches Calcium und Magnesium. Weil die Bodenschichten in den Trinkwassergewinnungsgebieten verschieden sind, sind auch die Härtegrade des Wassers unterschiedlich. Harte Wässer findet man in Gebieten mit Kalk-, Gips- oder Dolomitschichten, weiche Wässer treten in Gebieten mit Basalt, Sandstein oder Granit auf. Ob nun weiches oder hartes Trinkwasser aus der Leitung fließt - beides ist etwas ganz Natürliches.

Wie Kalkablagerungen entstehen

So gesund also auch Kalk für den Menschen ist - es bereitet vielen nicht nur Freude. Häufig ärgern sich Hausfrauen und Hausmänner über stark kalkhaltiges Trinkwasser - weil sich an Warmwassergeräten Ablagerungen bilden, weil sich an Sanitäreinrichtungen Kalkflecke zeigen oder weil man bei hartem Trinkwasser mehr Waschmittel benötigt.

Kalk- oder Kesselstein in nennenswertem Umfang fällt immer dann an, wenn Wasser über 60° erhitzt wird. Dazu ein kleiner Exkurs ins Reich der Chemie: Kalk kommt im Wasser als Calciumhydrogencarbonat vor. Bei Erhitzung über 50 - 60° wird der Kohlendioxidgehalt im Wasser vermindert, und aus dem gelösten Calciumhydrogencarbonat bildet sich unlösliches Calciumcarbonat. Dieses scheidet sich dann als Kalkstein oder Kesselstein ab. Dieses Wissen können Sie - vorbeugend - in Ihrem Alltag nutzen und den Gerätekalk in seine Schranken verweisen:

Was vor Verkalkung schützt

Tipp: Sie verhindern, dass Boiler, Waschmaschinen oder Warmwasserbereiter verkalken, wenn Sie das Wasser beim Waschen oder Geschirr spülen nicht zu stark erhitzen. Für den Großteil der Wäsche z.B. reichen Wassertemperaturen bis 60° vollkommen aus. Ihren Warmwasserbereiter sollten Sie auf "Energiesparstufe" einstellen.

Was sich gegen Verkalkung tun lässt

Wenn die Kaffeemaschine "röchelt", dann ist das meist ein zuverlässiges Zeichen: Kessel- oder Kalkstein hat sich abgelagert. Um die Maschine wieder zum Laufen zu bringen, brauchen Sie aber nicht zu den teuren handelsüblichen Entkalkern zu greifen.

Tipp: Bedienen Sie sich einfach der reinigenden Kraft der natürlichen Zitronen- oder Essigsäure, dann werden Dampfbügeleisen, Blitzkocher, Wasserkessel und Tauchsieder wieder flott. Kleingeräte können Sie mit Essigsäure entkalken. Störende Wasserflecken und Kalkablagerungen an Armaturen, auf Wannen, Spül- oder WC-Becken lassen sich leicht mit einem in Essig- oder Zitronensäure getränkten Lappen entfernen.

Wie Waschmittel richtig dosiert werden

Für die richtige Waschmitteldosierung ist es wichtig zu wissen, welchen Härtegrad Ihr Wasser hat. Als allgemeine Faustregel kann gelten: Je weicher das Wasser, desto weniger Waschmittel wird benötigt. Eine Hilfestellung zum richtigen Dosieren geben Ihnen die Angaben auf den Waschmittelpaketen. Sie nehmen Bezug auf die drei Härtebereiche. Sie sollten aber wissen, dass sich die Waschmittelhersteller erfahrungsgemäß mit den empfohlenen Mengen an der Obergrenze des jeweiligen Härtebereichs ausrichten

Tipp: Orientieren Sie sich bei Ihrer Waschmitteldosierung zunächst einmal an der Untergrenze des jeweiligen Härtebereichs. Ist das Waschergebnis nicht zufriedenstellend, können Sie beim nächsten Mal die Dosis immer noch erhöhen. Die Dosierungsempfehlungen auf den Packungen gelten meistens für stark verschmutzte Wäsche. Prüfen sie auch aus diesem Grund, ob Sie mit weniger Waschmittel auskommen. Und noch etwas: Der Kochwaschgang ist - wie auch der Vorwaschgang - meist ganz entbehrlich.