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Stromausfall zeigt, wie wichtig Vorsorge ist

(vom 13.02.2019)

Stadtwerke-Chef: Modernisierung der Netze muss verstärkt werden

„Der Stromausfall vom 9. Februar macht uns wieder die Abhängigkeit von der Technik deutlich. Wir müssen die Modernisierungsrate in allen Netzen erhöhen, damit sich solche Ausfälle nicht häufen“, macht Hans-Peter Scheerer, Geschäftsführer der Stadtwerke Rüsselsheim, deutlich. An besagtem 9. Februar, Samstagsabend, war in Folge eines Kurzschlusses im Leitungsnetz der Strom in Teilen von Rüsselsheim ausgefallen. Rund 600 Haushalte waren für rund eineinhalb Stunden ohne Licht, auch Computer und Fernseher blieben dunkel, Waschmaschinen und Küchengeräte standen still. In manchen Haushalten gab es kein frisches Wasser mehr, weil die Pumpen mangels Elektrizität ihre Arbeit eingestellt hatten.

Sorge um Kühlschrank und Heizung

Die Menschen mussten sich mit Kerzenlicht und Taschenlampen behelfen. „Und gerade als die ersten anfingen sich zu sorgen, wie lange Kühlschrank und Gefriertruhe ohne Strom ihren Dienst tun und ob auch die Heizung nicht mehr laufen wird, war wieder Strom auf der Leitung“, weiß Hans-Peter Scheerer aus persönlichen Schilderungen von Betroffenen.

Großteil der Netze ist veraltet

„Wir stehen vor der Herausforderung, den noch guten Netzzustand für die Zukunft zu erhalten und müssen dabei berücksichtigen, dass ein Großteil unserer  circa 1000 Kilometer langen Netze für die Gas-, Wasser- und Stromversorgung noch aus den 1960er Jahren stammt und bald erneuert werden muss, „erklärt der Stadtwerke-Chef „Doch mit diesem Phänomen sind wir nicht allein, bundesweit wurde in der Vergangenheit zu wenig investiert.“

Modernisierungsstrategie

Die Stadtwerke haben das Problem schon länger erkannt: „Wir haben eine Modernisierungsstrategie entwickelt und befassen uns schon seit längerem im Aufsichtsrat mit deren Finanzierung“, berichtet  der Geschäftsführer.  „Doch auch wir können jeden Euro nur einmal ausgeben“, umschreibt er das Dilemma.

Zeche zahlt die nächste Generation

„Wir könnten es uns leicht machen, und das Problem in die Zukunft vertagen, denn aktuell befindet sich unser Stromnetz noch in einem akzeptablen Zustand“, versichert Hans-Peter Scheerer. „Doch wenn jetzt nichts getan wird, zahlt die nächste Generation die große Zeche. Noch dringender ist das Problem bei den Gas- und Wassernetzen.“

Electric City ist davon nicht berührt

Auswirkungen für Electric City befürchtet der Geschäftsführer indes nicht. Bis zum Jahr 2020 sollen rund 1300 Ladepunkte für Elektrofahrzeuge im Stadtgebiet installiert werden. „Dank der Fördermittel des Bundes gibt es genügend Geld, um die zusätzliche Infrastruktur zu finanzieren, doch am Zustand der bestehenden Netze ändert das nichts.“

 

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