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Erneut hat ein Energieversorger Insolvenz beantragt

(vom 31.01.2019)

Mehr als 550 Kunden sind in Rüsselsheim betroffen/ Stadtwerke springen ein

Innerhalb eines Monats steht nun der zweite bundesdeutsche Energieversorger vor der Pleite. Die BEV Bayerische Energieversorgung GmbH hat einen Insolvenzantrag gestellt und die Lieferungen an ihre Kunden eingestellt. Bundesweit sind mehr als 500.000 Haushalte betroffen, davon allein in Rüsselsheim am Main 415 Strom- und 138 Gaskunden, berichtet Matthias Schweitzer, Bereichsleiter Technik und Netze bei den Stadtwerken Rüsselsheim. Anfang des Monats hatte bereits die Deutsche Energie GmbH (DEG) Insolvenz anmelden müssen. Betroffen waren damals rund drei Dutzend Kunden in Rüsselsheim.

Viele sind verunsichert

„Das Telefon in unserer Kundenzentrale steht nicht mehr still, weil verunsicherte Kunden anrufen“, berichtet Thomas Gapp, Bereichsleiter Kunden und Vertrieb bei den Stadtwerken Rüsselsheim. Doch die Verbraucher müssen keine Angst haben: Die Haushalte sowohl der ehemaligen DEG wie nun auch der BEV werden lückenlos weiter mit Energie versorgt. Die Stadtwerke Rüsselsheim springen, wie gesetzlich vorgesehen, als Grundversorger ein.

Versorgung gesichert, doch Geld verloren

Zwar ist die Energieversorgung gesichert, doch möglicherweise haben diese Kunden nun das Problem, dass sie bereits Vorauszahlungen an die BEV geleistet haben und ihr Geld nicht zurück erhalten, erläutert Gapp. Diese Kunden werden zunächst in die Grund- und Ersatzversorgung eingestuft. Sie können jedoch jederzeit in einen günstigeren Tarif wechseln. Bei der Energie-Hotline der Stadtwerke erhalten sie unter 06142.500-222 eine Tarifberatung.

Abmahnung der Verbraucherzentrale

Erst vor wenigen Tagen hatte die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen die BEV abgemahnt, nachdem diese die Preise erhöht hatte. Die BEV hatte dabei eine ausbleibende Reaktion auf das Erhöhungsschreiben als stillschweigende Zustimmung des Kunden zur Anhebung der Preise während der Laufzeit der Preisgarantie gedeutet. Die Verbraucherzentrale hatte den Versorger schriftlich aufgefordert, diese unlautere Geschäftspraxis zu unterlassen.

Auf Zuverlässigkeit achten

„Es zeigt sich einmal mehr, wie wichtig es ist, auf einen zuverlässigen Energieversorger zu setzen und nicht nur auf den Preis zu achten“, erklärt Thomas Gapp. Denn die BEV ist Branchen-Berichten zufolge durch gestiegene Energie-Beschaffungskosten in Schwierigkeiten geraten, weil sie ihre Tarife zu günstig kalkuliert hatte.

Information auf Homepage

Zur Information von Kunden und Gläubigern wurde unter www.bev-inso.de eine Website eingerichtet, auf der Informationen zum Stand des vorläufigen Insolvenzverfahrens abgerufen werden können und Fragen beantwortet werden.

 

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