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Stadtwerke informieren Bürger über das „Quartier der Zukunft“

(vom 23.05.2018)

Ein Forschungsprojekt, das auf Interesse stößt / Drei Wohngebiete stehen zur Wahl

Die Stadtwerke Rüsselsheim möchten den Menschen das Leben angenehmer machen. Zum Beispiel, in dem sie nächtliche Fluglärmdaten erfassen und diese an Wohnungen übermitteln, wo sich gekippte Fenster automatisch vorübergehend schließen, damit die Bewohner in Ruhe schlafen können. Besonders gute Aussichten auf solche Neuerungen haben die Anwohner eines noch auszuwählenden „Quartier der Zukunft“.  Es handelt sich um ein Forschungsprojekt, für das sich die Stadtwerke und ihre vier Projektpartner erfolgreich beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie beworben haben.

Geschäftsführer Hans-Peter Scheerer informierte über das Quartier der Zukunft.

Publikum zeigt sich aufgeschlossen

Intelligente Produkte digitaler Datenverarbeitung gibt es viele: Beispielsweise Smart Phone, Smart Meter, Smart Home und Smart City. „Doch das sind meist Einzelanwendungen, die wenig integriert sind“, sagte Stadtwerke-Geschäftsführer Hans-Peter Scheerer (Bild) bei einer Bürgerinformationsveranstaltung in der Stadthalle. Das Publikum zeigte sich aufgeschlossen. Fragen drehten sich vor allem um mögliche Anwendungen und um Datenschutz. Ein junger Mann stellte fest: „Das hört sich ja alles recht interessant an.“

Drei Kandidaten zur Auswahl

Aus zehn untersuchten Quartieren sind drei Wohnviertel in der Böllenseesiedlung, im Dicken Busch I und in Haßloch-Nord (Horlache Park) vorausgewählt worden. Alle drei sind bereits ans Glasfasernetz der Stadtwerke für schnelle Datenübertragung angeschlossen. Nun soll in dem Projektgebiet binnen drei Jahren eine nochmals verbesserte Infrastruktur geschaffen werden, etwa freies WLAN auf öffentlichen Plätzen, Smart Meter (intelligente Strom-, Wasser- und Gaszähler) und eine Elektroladesäule.

Vielfalt an Möglichkeiten

Die Vielfalt der denkbaren Anwendungen stellte Maik Landwehr, Bereichsleiter Digital Business der Stadtwerke, vor. Eine smarte Verbrauchsabrechnung böte beispielsweise die Möglichkeit, jederzeit im Blick zu haben, ob die monatlichen Abschlagszahlungen für Strom, Gas und Wasser noch realistisch sind. Auch Smart Parking ist vorstellbar: Live-Daten von öffentlichen Parkplätzen könnten Autofahrern in Echtzeit zeigen, wo eine Stellfläche frei ist. 

Intelligent wohnen

Auch die Wohnung könnte intelligent werden – Stichwort „Smart Home“. So würde eine Smartphone-App zur Fernbedienung der Gerätschaften in der Wohnung. Wobei auch Sicherheitsanwendungen denkbar wären: Habe ich den Herd ausgeschaltet? Deutet ein laufender Zähler auf einen Wasserrohrbruch hin? Ist die Wohnungstür abgeschlossen?  

Datensouveränität

Auf einer Datenplattform, die von den Stadtwerken betrieben wird, fließen alle erhobenen Daten zusammen. Die Souveränität  über die Daten behalten aber die Teilnehmer, wie Scheerer betone: „Die Bewohner im Quartier können auf einfache Art entscheiden, wer welche Daten erhält und können die Weitergabe auch wieder einfach beenden.“ Ohnehin ist die Teilnahme an dem Projekt und einzelnen Diensten freiwillig: „Wir werden nichts machen, was nicht gewünscht ist.“  

Umfrage läuft

Für welches Projektgebiet sich die Geschäftsleitung bis 20. Juli entscheidet, hängt vom Interesse der Bewohner ab. Dazu haben die Stadtwerke eine Online-Umfrage gestartet, die noch bis 7. Juni läuft. In einer Postwurfsendung  bekommen die Anwohner einen Link mitgeteilt, über den sie sich einloggen können.

www.quartier-der-zukunft.de

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