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Schwerstarbeit: Strom fürs Opel-Altwerk

(vom 20.07.2018)

Kran hievt Übergabestation an ihren Platz in der Elisabethenstraße

Ein Schwerlasttransporter karrte sie nachts aus der Nähe von Leipzig über die Autobahnen nach Rüsselsheim am Main: die neue Übergabestation, mit der das Opel-Altwerk ans öffentliche Stromnetz angebunden werden soll. Vor Ort war ein Schwerlastkran erforderlich, um die 40 Tonnen schwere, vier Meter breite, acht Meter lange und drei  Meter hohe Station an ihren Platz in der der Elisabethenstraße zu hieven.

Bisher lieferte Opel den Strom

„Von hier aus werden künftig die Gebäude des Opel-Altwerks sowohl nördlich wie südlich der Bahngleise mit Strom versorgt“, erklärt Matthias Schweitzer, Bereichsleiter Technik und Netze bei den Stadtwerken Rüsselsheim. Bisher werden die Immobilien mit Strom versorgt, das die Opel Automobile GmbH in ihrem Kraftwerk produziert. Doch die dort erzeugte Energie darf Opel nur für den Eigenbedarf  verwenden. Daher wurde beim Verkauf des Altwerks festgelegt, dass die Stromversorgung innerhalb der möglichen Übergangszeit von zehn Jahren ans öffentliche Netz angeschlossen werden muss.

Leistung für 1000 Einfamilienhäuser

Die Übergabestation ins nachgelagerte Netz  des Opel-Altwerks hat zunächst ein Leistungsvolumen von einem Megawatt, das entspricht in etwa 1000 Einfamilienhäusern. Bei Bedarf kann die Leistung auf bis zu sechs Megawatt ausgebaut werden, berichtet Matthias Schweitzer.

Zwei Millionen Euro

Um eine solch große Stromversorgung zu gewährleisten, haben die Stadtwerke Rüsselsheim bereits im Jahr 2016 das Schalthaus in der Darmstädter Straße erneuert, von wo aus nun die Anbindung an das Schalthaus in der Elisabethenstraße erfolgt. Für das gesamte Vorhaben entstanden Kosten von zwei Millionen Euro. Zur Finanzierung dieser Infrastruktur werden die Netzentgelte heranzogen, die bei allen Kunden im Strompreis enthalten ist.

Noch vier Wochen

Die Übergabestation inklusive Schaltanlage wurde zwar schlüsselfertig übergeben, doch es wird noch etwa vier Wochen dauern, bis sie auch tatsächlich ans öffentliche Stromnetz angeschlossen wird. In dieser Zeit werden nun noch Schutz- und Leittechnik installiert. Wenn die Umstellung erfolgt ist, können alle privaten und gewerblichen Mieter und Eigentümer, die sich in den Gebäuden des Opel-Altwerks befinden ihren Stromlieferanten frei wählen. Bislang war das aufgrund der Versorgung durch Opel nicht möglich.

Ruderer auf der Fassade

Die Fassade der Übergabestation soll entsprechend einer Auflage des Denkmalschutzes noch gestaltet werden: mit einer Bildcollage, die einen Zweier mit liegendem Steuermann in einem Ruderboot zeigt. Damit soll der Bezug zu Opel deutlich werden: Durch die Familie Opel war ein solches Boot in Kronberg konstruiert und in Rüsselsheim gebaut worden. Es kam bei der Olympiade in Melbourne 1956 zum Einsatz und gewann sogar die Silbermedaille. Die drei erfolgreichen Ruderer haben indes keinen persönlichen Bezug zu den Opels und Rüsselsheim gehabt.

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