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Eigener Sonnenstrom - Nun auch für Mieter

(vom 02.10.2018)

Stadtwerke und gewobau starten ein gemeinsames Photovoltaik-Projekt im Hessenring 15 bis 19  

Solarstrom vom eigenen Dach war bisher ein Privileg von Hauseigentümern. Eine Tatsache, die die Rüsselsheimer Stadtwerke ändern möchten, denn auch Mieter können mit Photovoltaik zum Gelingen der Energiewende beitragen – und damit auch noch ihre eigene Stromrechnung schonen. „Mieterstrom“ heißt dieses Modell, das jetzt in Wohnhäusern der Gesellschaft für Wohnen und Bauen Rüsselsheim (gewobau) erstmals angeboten wird: Auf einer Dachfläche von gut 320 Quadratmetern im Hessenring 15 bis 19 haben die Stadtwerke drei Photovoltaikanlagen installiert, bestehend aus 192 Solarmodulen mit einer Höchstleistung von 52,8 Kilowatt. 

 

Die Stadtwerke investieren und betreiben anschließend diese Anlagen, die sie für 20 Jahre von der gewobau pachten. Die etwa 45 000 Kilowattstunden Solarstrom, die pro Jahr auf diesem Dach produziert werden, können die 24 Mietparteien des Wohnblocks zum Eigenbedarf von den Stadtwerken beziehen. „Es wird also Strom lokal produziert, vor Ort verbraucht und das komplett CO2-frei“, sagte Stadtwerke-Geschäftsführer Hans-Peter Scheerer kürzlich bei einer Präsentation des Projekts. 

Ob die Mieter diesen Strom möchten, ist ihre freie Entscheidung. Scheerer machte deutlich, dass Mieterstrom nicht nur ökologische, sondern dem jeweiligen Kunden auch finanzielle Vorteile bringt. Denn Ökostrom vom eigenen Dach wird dank einer Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes mit einem Zuschuss von 2,75 bis 3,80 Cent pro Kilowattstunde gefördert. Die Stadtwerke bieten Mieterstrom deshalb für einen vergünstigten Preis von 24,35 Cent brutto an (gilt projektspezifisch für den Hessenring 15-19). „Deutlich mehr als die Hälfte“ des Stromleistungsbedarfs lasse sich mit dem selbst produzierten Solarstrom decken, so Scheerer. Wenn bei Bedarf auch Strom aus dem öffentlichen Netz dazugekauft werden muss, sind dafür dann 25,38 Cent zu zahlen.  

Damit die Mieterstrom-Kunden in Echtzeit sehen können, wieviel Energie gerade vom Dach kommt, und wieviel sie davon verbrauchen, erhalten sie von den Stadtwerken kostenfrei einen Zugang zu einem persönlichen Internetportal.  

Die Photovoltaikanlagen im Hessenring 15 bis 19 sind Teil einer Sanierung, wie gewobau-Geschäftsführer Torsten Regenstein bei der Präsentation erklärte. Die gewobau sei gerade dabei, fünf Hauseingänge und 36 Wohnungen zu modernisieren. Im Dezember sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, die Außenanlagen folgen dann im nächsten Jahr. Die Gesamtkosten bezifferte Regenstein mit 4,2 Millionen Euro, davon gut 75 000 Euro für die Photovoltaikanlagen.

 

 

Photovoltaikanlage Hessenring 15-19

Photovoltaikanlage Hessenring 15-19

links: Torsten Regenstein, Geschäftsführer gewobau, rechts: Hans-Peter Scheerer, Geschäftsführer Stadtwerke Rüsselsheim

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