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Digitalisierung der Stromzähler kann zu Wettbewerbsverzerrungen führen

(vom 16.03.2018)

Die Digitalisierung der Energiewirtschaft ist in der Praxis angekommen: Die ersten sieben Prozent der Stromzähler in Rüsselsheim sind ausgetauscht worden. Noch in diesem Jahr sollen die ersten dieser modernen Messeinrichtungen durch Gateways ergänzt und somit zu intelligenten Messsystem aufgerüstet werden. Dann können die Messdaten von Zählern  gespeichert, versendet und für die Marktakteure aufbereitet werden.

Problem ist die Abrechnung

„Soweit ist alles gut und sinnvoll“, sagt Matthias Schweitzer von den Stadtwerken Rüsselsheim. Womit der Bereichsleiter Technik und Netze allerdings Probleme hat, ist die Abrechnung für den Stromzähler im Rahmen der Netzentgelte. Der Gesetzgeber lässt hier künftig zwei Möglichkeiten zu: Entweder der Stromlieferant rechnet wie bisher die Kosten mit dem Verbraucher ab oder der Netzbetreiber muss dies künftig direkt mit dem Endkunden abrechnen.

Verwirrung beim Kunden

Letzteres führt zu Verwirrung, befürchtet Schweitzer, mehr noch: „Das kann den Wettbewerb verzerren.“ Die Stromlieferanten, die den Zähler nicht mehr selbst abrechnen, können mit einem niedrigeren Preis an den Markt gehen, ohne dass dies für den Verbraucher direkt ersichtlich wird. Von den 200 Stromanbietern, die im Netzgebiet von Rüsselsheim liefern dürfen, wollen bisher sechs von dieser Möglichkeit Gebrauch machen. Die Stadtwerke Rüsselsheim gehören nicht dazu, für deren Kunden ändert sich nichts.

Sechs Lieferanten scheren aus

Wer die sechs Lieferanten sind, deren Kunden künftig zwei Rechnungen erhalten, hat Matthias Schweitzer in seinem Beitrag für www.werkbuch-online.de aufgelistet. In seinem Artikel „Wie die Digitalisierung der Stromzähler zu Wettbewerbsverzerrungen führen kann“ erläutert er die Problematik genau.

Die Stadtwerke Rüsselsheim haben den Internet-Blog werkbuch-online.de gegründet, um den Lesern Themen zur Energieeffizienz und Digitalisierung näher zu bringen. Dabei kommen sowohl Fachleute der Stadtwerke als auch Gastautoren zu Wort.

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