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„Übernahme des Stromnetzes war überlebenswichtig“

(vom 27.12.2016)

Stadtwerke Rüsselsheim im Wandel der Jahre / Geschäftsführer zieht Bilanz nach zehn Jahren

Die Stadtwerke Rüsselsheim haben sich nach Einschätzung ihres Geschäftsführer Hans-Peter Scheerer in den vergangenen zehn Jahren zu einem modernen, gleichermaßen kundenfreundlichen wie wirtschaftlich ausgerichtetem Unternehmen entwickelt. „Nachdem die Stadtwerke im Jahr 2001 vom Eigenbetrieb, der nicht Pleite gehen kann, zur insolvenzfähigen GmbH wurden, galt es zunächst, Altlasten aus dem Weg zu räumen.“ Vor allem bei Investitionen und Modernisierungen gab es enormen Nachholbedarf.

Übernahme des Defizits

Der erste große Meilenstein, hin zu einem zukunftsfähigen Unternehmen war Scheerers Meinung nach, dass im Jahr 2008 mit der Stadt Rüsselsheim erreicht wurde, dass diese über eine feste Vereinbarung die Verluste aus dem Öffentlichen Personennahverkehr übernimmt. „Damit waren wir das erste Mal auch in der Lage, Gewinn zu machen, was für eine GmbH überlebenswichtig ist.“

Weniger abhängig vom Gas

Eine weitere unternehmerische Herausforderung war es, die Abhängigkeit vom Gasverkauf zu verringern. Als Hans-Peter Scheerer im Jahr 2006 seine Arbeit als Geschäftsführer bei den Stadtwerken begann, entfielen noch 65 Prozent des Umsatzes auf den Gasverkauf. „Heute sind es nur noch 30 Prozent.“

Stromnetz und Stromvertrieb

Den wichtigsten Grund für diesen Strukturwandel sieht der 56-jährige Scheerer in der Übernahme des städtischen Stromnetzes im Jahr 2009, das die Stadtwerke dem Überlandwerk Groß-Gerau abkauften. „Ohne diese Entscheidung wären wir nicht überlebensfähig gewesen.“ Zwei Jahre später, 2011, begannen die Stadtwerke damit, auch Strom in Rüsselsheim zu verkaufen. Seit 2014 können zudem Haushalte und Unternehmen außerhalb von Rüsselsheim Gas- und Stromkunde der Stadtwerke werden.

Erfolgsstory seit 2011

Die Liberalisierung des Energiemarktes im Jahr 2006 hat insbesondere kleinere und unabhängige Energieversorger, wie die Stadtwerke Rüsselsheim, vor große Herausforderungen gestellt. Beim Gas, wo das Unternehmen bis dahin ein Monopol hatte, galt es, die Kunden zu halten. Beim Strom sehen sich die Stadtwerke in der Rolle, neue Kunden gewinnen zu wollen: Angesichts von mehr als 11.000 Kunden in Stadt und Region binnen weniger Jahre ist das aus Sicht von Scheerer eine Erfolgsstory.

Glasfaser als Herausforderung

Neben dem Ausbau der Energiedienstleistungen und der Übernahme der Straßenbeleuchtung von Rüsselsheim kam im Jahr 2013 ein weiteres Geschäftsfeld hinzu, das laut Scheerer mit größten Herausforderungen verbunden war und ist: Der Ausbau eines Glasfasernetzes und damit einer vollständigen neuen Infrastruktur, der ersten seit Jahrzehnten in der Stadt.

Modernisierung der Gebäude

Zu den Leistungen während seiner zehn Jahre als Geschäftsführer zählt Scheerer auch die Modernisierung nahezu aller Stadtwerke-Gebäude auf dem Betriebsgelände in der Walter-Flex-Straße. Sie sind energetisch vorbildlich saniert und bieten moderne Arbeitsplätze. Motivierte und kompetente Mitarbeiter wiederum sind für den Geschäftsführer entscheidend, um als Unternehmen den stark gewachsenen Anforderungen und der gestiegenen Arbeitsverdichtung gerecht zu werden. Binnen zehn Jahren stieg die Zahl der Beschäftigten von 100 auf 180.

Dank an die Mitarbeiter

Dank der engagierten Leistung der Mitarbeiter sind die Stadtwerke nach Scheerer Meinung gut aufgestellt im Wettbewerb. Die wichtigste Botschaft, die sich daraus für Bürger und Kunden ergibt:  „Die Pfeiler der Lebensqualität, nämlich die Versorgung mit Wasser, Strom und Gas sowie dem ÖPNV, sind zuverlässig und stabil, zugleich wird die Zukunft gesichert, in dem wir das Glasfasernetz ausbauen und auch in anderen Bereichen wie Smart Meter innovativ sind.“

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