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Welttag des Wassers

(vom 17.03.2015)

Stadtwerke blicken nach Kenia und bieten Info-Tour an

„Was bei uns einfach so aus dem Hahn sprudelt, ist anderswo ein rares Gut: Mehr als eine Milliarde Menschen in unterentwickelten Ländern hat keinen Zugang zu ausreichendem und sauberem Trinkwasser“, sagt Ulrich Rein. Er fungiert gemeinsam mit der Heilpraktikerin Gudula Anker, der Medizinerin Dr. Annette Balz-Fritz und Hildegard Haupt, einer Fachberaterin für Darmgesundheit, als Wasserbotschafter der Stadtwerke Rüsselsheim. Gemeinsam weisen sie auf den Weltwassertag am Sonntag, 22. März, hin, der in diesem Jahr unter dem Motto „Wasser und nachhaltige Entwicklung“ steht.

Aufruf der Vereinten Nationen
Der Tag des Wassers wurde 1992 von der UN-Generalversammlung in einer Resolution beschlossen. Alle Staaten sind aufgefordert, diesen Tag der Umsetzung der UN-Empfehlungen zu widmen und geeignete konkrete Maßnahmen auf nationaler Ebene durchzuführen. Seit 1993 findet der Weltwassertag am 22. März statt. In diesem Jahr wollen die Vereinten Nationen darauf aufmerksam machen, dass der Schutz der Wasserressourcen und der Funktionsfähigkeit der Gewässer, der Zugang zu sauberem Trinkwasser sowie eine angemessene Sanitärversorgung zu den Kernbereichen einer nachhaltigen Entwicklung gehören.

Die Situation in Tamugh
Ein Beispiel für die unzureichende Wasserversorgung ist Tamugh im Westen Kenias. Im weiteren Umfeld des Dorfes gibt es kein oberflächlich verfügbares Wasser. Die Einwohner graben in Bodensenken und trockenen Bachläufen den Sand auf, bis sich trübes Wasser sammelt, das sie über weite Strecken nach Hause tragen. Pro Person lassen sich so etwa zwei Liter Wasser am Tag gewinnen, das sie für ihre Ernährung benötigen. Für die Körperpflege ist die gewinnbare Wassermenge nicht ausreichend. Doch wo die Einwohner nach Wasser graben, suchen auch die Tiere danach. Durch deren Hinterlassenschaften ist das Wasser oft mit Keimen belastet, bis hin zu Typhus. Die Menschen leiden an Infektionen mit teilweise tödlichem Ausgang.

Hilfsprojekt gestartet
Der Rüsselsheimer Wasserbotschafter Ulrich Rein hat ein privates Hilfsprojekt für Tamugh in Kenia gegründet, das den Menschen Zugang zu einer gesünderen Trinkwasserversorgung verschafft: Familien, die auf den Hügeln oberhalb des Tals leben, erhalten Regenrinnen und Wassertonnen für die Wellblechdächer ihrer Lehmhütten. Damit sammeln sie während der kurzen Regenzeiten Wasser und bevorraten es für die restlichen Monate.

Wasser in Rüsselsheim
Doch den Wasserbotschaftern geht es auch darum aufzuklären, dass das Wasser in Rüsselsheim in bester Trinkqualität aus der Leitung kommt. „Vielen Verbrauchern ist dies nicht bewusst“, weiß Hildegard Haupt. Stattdessen kaufen sie für teures Geld das Wasser im Handel. Dabei ist Wasser absolut gesund: „Es ist der beste Durstlöscher, macht nicht dick und hilft, Schadstoffe aus dem Körper abzutransportieren“, erklärt Dr. Balz-Fritz. Und Gudula Anker verweist darauf, dass sich der Geschmack von Leitungswasser schnell und einfach variieren lässt, in dem ein paar Blätter frische Minze oder eine Scheibe Zitrone beigefügt werden.

Besichtigung des Wasserwerks
Wer erfahren möchte, woher das Rüsselsheimer Wasser kommt, ist eingeladen zu einer Informationstour durch das Wasserwerk „Schönauer Hof“. Die Führung am Donnerstag, 1. April, beginnt um 14 Uhr und dauert rund zwei Stunden. Auch die Wasserbotschafterinnen werden als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Da nur 30 Teilnehmerplätze zur Verfügung stehen, ist eine Anmeldung per Mail erforderlich an juergen.gelis@stadtwerke-ruesselsheim.de .

Links im Netz
Weitere Informationen im Internet gibt es zum Weltwassertag unter www.unwater.org/worldwaterday , zu den Wasserbotschaftern unter www.stadtwerke-ruesselsheim.de/wasserbotschafter und zum Hilfsprojekt unter www.afrikahilfe-tamugh.de .

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Ansprechpartner

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Jürgen Gelis
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