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Leitungswasser kann mit Mineralwässern mithalten

(vom 11.08.2015)

Vergleichsanalyse: Rüsselsheimer Wasserbotschafter will es wissen

Es fließt kristallklar aus dem Wasserhahn, seine Qualität wird streng überwacht. Aber hat dieses Trinkwasser auch das Niveau jenes Produkts, das man in Flaschen im Getränkemarkt kauft? Und dessen Bezeichnung „Mineralwasser“ doch deutlich werthaltiger klingt als „Leitungswasser“. Ulrich Rein, einer der vier Wasserbotschafter der Rüsselsheimer Stadtwerke, wollte es genau wissen: Der Rüsselsheimer Ingenieur, Begründer der Initiative  „Sauberes Trinkwasser für Tamugh in Kenia“, hat die Mineraliengehalte von zehn zufällig ausgewählten Markenmineralwässern mit den Werten des Rüsselsheimer Leitungswassers verglichen. Sein Ergebnis: Das Wasser aus dem Leitungsnetz der Stadtwerke, das von Hessenwasser und den Stadtwerken Mainz geliefert wird, belegt einen guten Mittelfeldplatz: „Es ist viel zu schade, um es nur zum Kaffee- und Teekochen, Wäschewaschen, Duschen oder für die Toilettenspülung zu verwenden.“

Ausgeglichenes Profil 

Was im jeweiligen Wasser drin ist, hat Ulrich Rein dem auf dem Flaschenetikett abgedruckten beziehungsweise im Internet veröffentlichten Analyseergebnis entnommen. „Leitungswasser hat einen viel höheren Mineraliengehalt, als wohl viele Menschen erwarten würden“, sagt der Wasserbotschafter. Auffällig sei, dass das Rüsselsheimer Trinkwasser ein ausgeglichenes Profil mit niedrigen Gehalten an unerwünschten Mineralien aufweist: Natrium beispielsweise, das laut Rein in hohen Mengen Bluthochdruck begünstigt. Oder Sulfat, das den Geschmack verschlechtere. Einige der ausgewählten Mineralwässer haben, so Rein, zwar hohe Anteile an gewünschten Mineralien wie Magnesium (wichtig für Muskelaktivität, Herz und Kreislauf) und Calcium (Baustoff für Knochen und Zähne). Doch diesen stünden häufig erhöhte Natrium-Werte entgegen.

Extrem günstig

Trinkwasser gehöre zu den am besten überwachten Lebensmitteln in Deutschland. Bekömmlich ist es auch für den Geldbeutel: Rein hat errechnet, dass 1000 Liter Rüsselsheimer Leitungswasser inklusive Steuern und Gebühren nur fünf Euro kosten. Für die gleiche Menge Mineralwasser, wenn man von einem Literpreis von 75 Cent ausgeht, werden 750 Euro fällig.

Bessere Ökobilanz

Es spricht also viel für Leitungswasser, zumal dessen Ökobilanz wesentlich günstiger ist. Der Einsatz an Energie, bis dieses Wasser aus der Erde gepumpt ist und beim Verbraucher ankommt, ist laut Rein weitaus geringer als beim von weither, teils gar aus dem Ausland transportierten Mineralwasser.   „Nach einer Studie der Schweizer Wasserversorger ist die durchschnittliche Öko-Bilanz von Leitungswasser 3,5-fach besser als diejenige von Mineralwasser.“ Ursachen dafür: Weitere Transportwege, Rücktransport des Leergutes, Reinigung des Leergutes (Glasflaschen) bzw. Aufarbeitung (Plastikflaschen), Herstellung und Transport neuer Flaschen, Transport durch den Verbraucher nach Hause.

Wirtschaftlich uninteresssant

Übrigens: Hinter dem Mineralienvergleich steht kein wirtschaftliches Interesse, betont Stadtwerke-Sprecher Jürgen Gelis. Es geht allein um Aufklärung der Verbraucher. Goldgräberstimmung würde bei den Stadtwerken selbst dann nicht ausbrechen, wenn ganz Rüsselsheim plötzlich nur noch Leitungs- statt Mineralwasser tränke. Gelis: „Für eine nennenswerte Absatzsteigerung ist der Anteil des getrunkenen Wassers von vielleicht zwei Prozent am gesamten Wasserverbrauch viel zu gering.“

Weitere Informationen

Die Mineraliengehalte der ausgewählten Mineralwässer und des Rüsselsheimer Trinkwassers, unterteilt in die Bezugsquelle Hessenwasser und Wasserwerk Schönauer Hof, ist im Internet abrufbar unter www.stadtwerke-ruesselsheim.de/vergleich .

Mehr über Ulrich Reins Initiative „Sauberes Trinkwasser für Tamugh“ steht auf www.Afrikahilfe-Tamugh.de .

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Unternehmens- und Pressesprecher Jürgen Gelis

Jürgen Gelis
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