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Herzstück der Stromversorgung

(vom 10.05.2015)

Für Matthias Schweitzer, Bereichsleiter Technik und Netze bei den Stadtwerken Rüsselsheim, kam der Eingriff einer Operation am offenen Herzen gleich. Gemeint ist die Erneuerung der Stromverteiler-Station in der Darmstädter Straße 65. Der Neubau dient als Ersatz für das alte Schalthaus, das sich auf demselben Grundstück befindet.

Matthias Schweitzer (Bereichsleiter Technik und Netze) betankt ein Segway und Sven Halling (Abteilungsleiter Netzservice und Energiedienstleistungen) ein Elektroauto.

Bei laufendem Betrieb
Eine neue 20.000-Volt-Schaltanlage wurde eingerichtet und – das war die größte Herausforderung - während des laufenden Betriebs die Stromversorgung nach und nach vom alten auf das neue Gebäude umgeschwenkt. Unzählige Kabel und Uraltkabel, die schon lange still gelegt waren, galt es zu identifizieren und beim Wechsel vom alten ins neue Schalthaus zu zuordnen oder zu entfernen, berichtet Projektleiter Karsten Hirsch, der als Gruppenleiter Assetmanagement und Planung im Bereich Technik und Netze arbeitet.

Eine von drei
Die Verteilstation an der Darmstädter Straße ist eine von drei zentralen Anlagen in Rüsselsheim, von denen der Strom auf insgesamt 235 Trafostationen im Stadtgebiet verteilt wird. Die beiden anderen Knotenpunkte liegen in der Haßlocher Straße und am Hof Schönau II.

Nicht mehr bedarfsgerecht
Das 1950 erbaute Schalthaus war ein Dinosaurier der Strom-Infrastruktur, das die geänderten Verbraucherlasten im Netzgebiet nicht mehr bedarfsgerecht auf die Einspeisungen vom vorgelagerten Netz verteilen konnte, berichtet Karsten Hrirsch. Die Stadtwerke haben es gemeinsam mit dem gesamten Stromnetz in Rüsselsheim erst Ende 2008 übernommen.

Im Zeit- und Kostenplan
„Im März 2014 wurde mit den Arbeiten begonnen, im Dezember 2014 waren sie planungsgemäß abgeschlossen“, freut sich Matthias Schweitzer. Das neue Schalthaus, das mit Kosten von 1,6 Millionen Euro verbunden ist, war in seinem Bereich das aufwändigste Projekt im zurückliegenden Jahr.

Parkplätze geschaffen
Im neuen Jahr wurden nun noch die Außenanlagen gestaltet, Mitarbeiterparkplätze fürs Kundenzentrum am Bahnhof und eine öffentliche Strom-Tankstelle auf dem Gelände eingerichtet. An ihr können fortan Elektrofahrzeuge den umweltfreundlichen Ökostrom der Stadtwerke auf einem ausdrücklich dafür reservierten innenstadtnahen Stellplatz tanken.

Abriss die beste Lösung
Es wurde überlegt, in welcher Weise das alte Schalthaus verwendet werden kann. Doch aufgrund des verwinkelten Innenausbaus und des für eine neue Nutzung erforderlichen Brandschutzes ist es unterm Strich am wirtschaftlichsten, das Gebäude abzureißen.

Das Innenleben des neuen Schalthauses in einer von der Kamera leicht verzerrten Aufnahme.

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Jürgen Gelis
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