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Nur Geburtshelfer war er noch nicht

(vom 19.03.2014)

Busfahrer Harald Goergen hat in 40 Dienstjahren viel erlebt - Einen Ausgleich findet er beim Pétanque


Warum er denn Busfahrer werden wolle, fragte ihn Arno Treber. Bei dem Vorstellungsgespräch im Jahr 1975 gab Harald Goergen eine Antwort, die den damaligen Personalchef - und späteren Betriebsleiter -überzeugte: Als Lkw-Fahrer, der er drei Jahre lang war, um Fahrpraxis für den Busführerschein zu sammeln, habe er leb- und sprachlose Güter transportiert. „Aber Menschen interessieren mich viel mehr", sagte Goergen. Nun feiert der Busfahrer Jubiläum: Seit 40 Jahren ist in Diensten der Stadtwerke „Ich habe so ziemlich alles erlebt im Bus - bis auf eine Entbindung."

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Schon als Kind begeistert
Von Kindesbeinen an trägt der 62 Jahre alte Rüsselsheimer die Begeisterung fürs Busfahren in sich. Seinen Onkel, der für die Stadtwerke Trier am Steuer saß, durfte der junge Harald manchmal bei der Arbeit begleiten. Aus dem Bei- ist ein Busfahrer geworden, der mittlerweile die dritte Generation von Fahrgästen befördert: „Das Kind der Frau, der ich früher geholfen habe, den Kinderwagen in den Bus zu heben, ist jetzt erwachsen und hat selbst ein Baby."

Menschlichkeit
Goergen erinnert sich an einen weinenden Jungen, der in den falschen Bus eingestiegen war und nicht wusste, wo er sich befand. Goergen rief dessen Mutter an und vereinbarte eine Haltestelle, wo sie den Bub abholen konnte. 25 Jahre ist das her. Wäre eine solche Hilfe heute, unter dem immer stärkeren Zeitdruck im öffentlichen Personennahverkehr, noch möglich? „Zeitlich ist das nicht drin, aber menschlich auf jeden Fall", betont Goergen. Ihm, selbst Vater dreier Kinder und Opa eines Enkels, käme es nie in den Sinn, ein weinendes Kind zu ignorieren.

Hektik nimmt zu
Gemenschelt habe es im Bus früher häufiger. Da sei es durchaus vorgekommen, dass sich einstmals Fremde im Bus kennen und manchmal sogar lieben lernten. Und heute? Hektisch seien die Menschen geworden, findet Goergen: „Heute setzt man sich hin und tippt gleich auf seinem Handy herum."

Boule in der Hessenliga
Einen Ausgleich zu seinem Beruf findet Harald Goergen beim Boule oder, genauer gesagt, beim Pétanque. Dieses Präzisionsspiel, bei dem man eine Metallkugel möglichst nahe an eine hölzerne Zielkugel werfen muss, spielt er in der Hessenliga-Mannschaft des TSV Raunheim.

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