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Energiecontrolling als Beitrag zur Haushaltskonsolidierung

(vom 16.10.2014)

Stadtwerke tragen mit ihrem Knowhow zur Verbesserung in städtischen Gebäuden bei

„Die Stadt Rüsselsheim will nicht nur nachhaltig Energieressourcen schonen, sondern auch in den Gebäuden der Stadtverwaltung pro Jahr 200.000 bis 400.000 Euro Energiekosten einsparen. Hierfür hat die Stadt mit einem Energiecontrolling für städtische Gebäude begonnen“, teilt Stadtrat Nils Kraft mit. Die jährlichen Energiekosten für Gebäude der Stadt Rüsselsheim betragen ohne die Straßenbeleuchtung rund 4 Millionen Euro im Jahr. Das beabsichtigte Sparpotenzial beläuft sich also auf fünf bis zehn Prozent.

Monatliche Auswertung
Derzeit werden an 35 der 90 städtischen Liegenschaften monatlich die Zählerstände für Gas, Strom und Wasser manuell erfasst. Es wurden die Gebäudekomplexe mit hohen Verbräuchen ausgewählt, die insgesamt 75 Prozent der Energiekosten ausmachen. Der Energiebeauftragte des Fachbereichs Gebäudewirtschaft Horst Rößler wertet die monatlichen Daten aus, um durch Anpassungen der Einstellungen, Energieverbräuche zu senken.

Pilotprojekt rund um Alexander-von-Humboldt-Schule
Digital werden derzeit in einem Pilotprojekt die Verbräuche am Gebäudekomplex der Alexander-von-Humboldt-Schule, über den neben der Schule drei Sporthallen und die Georg-Büchner-Schule mit Wärme versorgt werden, erfasst. Das Pilotprojekt mit digitaler Zählerfernauslesung führt die Stadt gemeinsam mit den Stadtwerken Rüsselsheim durch. Hierfür wurden die Anlagen an der Alexander-von-Humboldt-Schule ausgewählt, weil dieser städtische Versorgungskomplex zu den größten zählt und mit Energiekosten in Höhe von 300.000 bis 350.000 Euro im Jahr zu Buche schlägt. Auf die Nachhaltigkeit wurde vor einigen Jahren bereits bei der Auswahl der Heizung für die Schule geachtet: Ein Großteil der Wärmeproduktion wird über eine CO2-neutrale Holzhackschnitzelheizung erzeugt, die im Contracting-Modell von den Stadtwerken Rüsselsheim betrieben wird.

Für Unternehmen geeignet
Dieses Pilotprojekt zum Energiecontrolling ist nur ein kleiner Teil der Arbeit der Stadtwerke Rüsselsheim, die sich auf das Energiecontrolling für kleine und mittlere Unternehmen und Industriebetriebe spezialisiert haben. Zu ihren Kunden zählen mittlerweile Unternehmen auch außerhalb Rüsselsheims. „Wir bieten den Vorteil, dass wir für die Auftraggeber maßgeschneiderte Produkte zum Energiecontrolling liefern können“, erklärt Thomas Gapp, Bereichsleiter Kunden und Vertrieb bei den Stadtwerken. Sein Lob gilt dem Fachbereich Gebäudewirtschaft der Stadt mit dem Energiebeauftragten, der als sachkundiger Partner den Mehrwert des Energiecontrollings richtig einschätze.

Auch Tag und Nacht
Sämtliche Energieverbräuche für die zwei Schulen und drei Sporthallen werden im Gegensatz zur manuellen Erfassung der Energieverbräuche mittels Zählerfernauslese-Systems im Viertelstunden-Takt ausgelesen. Die Energiedaten werden digital gesammelt und an ein zentrales Managementsystem zur Auswertung übermittelt. Die gewonnenen Daten werden dann in Zusammenarbeit mit dem Energiebeauftragten und den Stadtwerken Rüsselsheim ausgewertet. Der große Vorteil des installierten Systems ist, dass neben der monatlichen Datenerhebung auch die Energieströme Tag und Nacht erfasst und deren Verlauf nachverfolgt werden kann.

Unterzähler im Einsatz
Zusätzlich werden neben den Hauptenergiezähler Unterzähler in den einzelnen Gebäudeteilen eingebaut, um detailliert die Energieverbräuche jedes Gebäudes zu erfassen. Damit kann beispielsweise schnell festgestellt werden, ob die Energie auch tatsächlich bedarfsgerecht zu dem Zeitpunkt produziert wird, an dem sie benötigt wird. Nicht gewollte Energieverluste werden schnell erkannt und durch Neueinstellungen zum Beispiel der Heizungsregelung ausgemerzt. Dies führt schnell zu hohen Einsparungen bei den Energiekosten. Das System wurde im Frühjahr / Sommer 2014 installiert, und schon jetzt zeichnen sich Einsparungen in Höhe von mindestens fünf Prozent ab, sprich jährlich 15.000 bis 20.000 Euro. Die getätigte Investition in Hard- und Software wird sich daher voraussichtlich innerhalb eines Jahres amortisieren.

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