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Triumph, blaue Augen und Kartoffelsuppe

(vom 16.09.2013)

Stadtwerke eröffnen Ausstellung über den Profiboxer Conny Rudhof

(05.09.2013) „Ein Königreich für eine Kartoffelsuppe": Mit diesen Worten war ein Pressetext überschrieben, den Cornelia Röhlke aufstöberte. Die Historikerin aus Wiesbaden recherchierte im Auftrag der Rüsselsheimer Stadtwerke über Konrad „Conny" Rudhof. Hintergrund war das Jubiläum eines sporthistorischen Ereignisses: Am 29. September 1963, also vor 50 Jahren, erkämpfte sich jener Rüsselsheimer Boxprofi Rudhof (1934 - 1984) den Europameistertitel im Leichtgewicht. Schauplatz dieses Triumphs über den Italiener Giordano Campari war die Bushalle der Stadtwerke.

Was es mit der Kartoffelsuppe auf sich hat, erläuterte Inge Rudhof, die Witwe des legendären Boxers, bei der Eröffnung der Ausstellung „Conny Rudhof - Die Geschichte kehrt zurück".


Erzählten Geschichten: Inge Rudhof und Willi Hamm im Interview mit Cornelia Röhlke.

Infotafeln 

Die Schau besteht aus vier Infotafeln über Leben und Karriere des Rudhofs, kreiert von der Nauheimer Schriftsetzermeisterin Kerstin Weber aus dem Recherchematerial Röhlkes. Die Historikerin hat mit Zeitzeugen und Wegbegleitern Rudhofs gesprochen und Bilddokumente zusammengetragen. Das Ergebnis schauten sich mehr als 50 Besucher bei der Ausstellungseröffnung im Rüsselsheimer Rathaus an.

Ungeliebte Steaks
Viel Interessantes erfuhren die Besucher auch bei einem Gespräch, das Röhlke mit Inge Rudhof und mit dem früheren Pressefotografen Willi Hamm führte. Darunter die Geschichte mit der Kartoffelsuppe: In der Vorbereitung auf seine Kämpfe beschränkte sich Conny Rudhofs Ernährung auf massenhaft Steaks, wie die Witwe berichtete. Da sei es ihm schon schwer gefallen, auf seine geliebte Kartoffelsuppe zu verzichten. Aber auch außerhalb der Wettkampfzeiten - bei dann normaler Kost - habe er sein Gewicht problemlos gehalten. Denn er habe täglich trainiert.    

Hochzeitsmalheur
'Inge Rudhof, die wie ihr Mann aus Kostheim stammt, erzählte unter anderem von ihrer Hochzeit. Noch zwei Tage vorher hatte Conny Rudhof  einen Boxkampf in Berlin bestritten, um dann mit einem blauen Auge vor den Altar in der Kostheimer Michaeliskirche zu treten. „Aber sowas war ich ja gewohnt", sagte Inge Rudhof schmunzelnd.

Australien ohne Frau
Zum Leben als Ehefrau eines so erfolgreichen Boxprofis gehörte auch, dass ihr Mann bei Kämpfen - aber auch in der unmittelbaren Vorbereitung darauf - oft tage- und wochenlang nicht zuhause war. Kurz nach der Hochzeit, da sich Conny Rudhof nach Australien aufmachte, war er sogar drei Monate weg. Doch vom fünften Kontinent, so Inge Rudhof, habe er ihr fleißig Briefe geschrieben. Die kamen, da es damals noch keine täglichen Flugverbindungen gab, allerdings einmal die Woche bündelweise an.

Öffnungszeiten
Die Ausstellung ist bis 19. September während der Öffnungszeiten im Rathaus (Eingang Faulbruchstraße) zu sehen. Auch beim Boxabend, den die Stadtwerke in Erinnerung an das Jubiläum am Samstag, 21. September, in ihrer Fahrzeughalle veranstalten, wird die Schau noch einmal zu sehen sein. An diesem Abend werden von 19 Uhr an mindestens zehn Viertel- und Halbfinalkämpfe um die Hessische Amateurmeisterschaft ausgetragen. Eintrittskarten gibt es unter anderem in den Kundenzentren der Stadtwerke.

Informationen zum Boxabend am 21. September finden Sie hier 

 

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