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Tankstelle für Elektro-Fahrzeuge

(vom 22.02.2013)

An der Ladesäule bei den Stadtwerken gibt es Strom - vorerst gratis

Egal ob Auto, Fahrrad, Roller oder Segway: Elektrofahrzeuge können bei den Stadtwerken Rüsselsheim mit Strom betankt werden.  Auf dem Gelände an der Walter-Flex-Straße 74 steht die hochmoderne Ladestation, an der bis zu vier Fahrzeuge gleichzeitig geladen werden können. Eine solche Auslastung ist vorerst nicht zu erwarten, weiß auch Hans-Peter Scheerer. Doch der Stadtwerke-Geschäftsführer sagt: „Den Elektroautos gehört ein Stück weit die Zukunft und wir als Unternehmen wollen dazu beitragen, dass diese Entwicklung beschleunigt wird."

Stromtankstelle
Die Vier von der Tankstelle (von links): Reinhard Blüm, Duke Benjamin, Hans-Peter Scheerer und Matthias Schweitzer nutzen jeder ein anderes Elektrofahrzeug.

Modellstadt für Mobilität

Die Stadtwerke wirken daher auch im Rüsselsheimer Arbeitskreis „Modellstadt für Nachhaltigkeit und Mobilität" mit. Die Stadt, die Hochschule RheinMain und zwölf Wirtschaftsunternehmen haben dabei das Ziel formuliert, nachhaltige Mobilität gemeinsam voranzubringen.

Nur mit Ökostrom
Matthias Schweitzer, Bereichsleiter Technik und Netze, verweist allerdings darauf, dass das Fahren mit Elektrofahrzeugen nur dann wirklich umweltfreundlich ist, wenn Ökostrom verwendet wird - so wie es die Stadtwerke auf ihrem gesamten Betriebsgelände und somit auch der Stromtankestelle tun. „Solange der Strom, mit dem die Elektrofahrzeuge unterwegs sind, aus Atomkraft oder in herkömmlichen Gas- und Kohlekraftwerken erzeugt wird, ist nichts gewonnen." Nur Strom aus erneuerbaren Energien wie Wind, Wasser und Sonne führt dazu, dass die Rohstoffvorräte geschont und keine fürs Klima schädlichen Abgase produziert werden.

Fahrrad und Roller
Schweitzer selbst nutzt gelegentlich das Elektro-Fahrrad, das eigentlich seine Frau angeschafft hat. Reinhard Blüm, Leiter des Verkehrsbetriebs, ist privat, wenn möglich, mit einem Elektroroller unterwegs. Duke  Benjamin, Ansprechpartner für den Vertrieb von Energiediensten, nutzt bei Dienstfahrten gerne das Segway, und Geschäftsführer Scheerer fährt als Dienstwagen einen Opel Ampera.

Alltagstauglich
60 bis 70 Kilometer weit kann der Ampera im Elektrobetrieb fahren. Ist der Strom alle, springt ein Verbrennungsmotor an und lädt den Akku wieder auf. Dank dieser Reichweitenverlängerung schafft der Mittelklassewagen rund 500 Kilometer - „und macht somit Elektromobilität alltagstauglich", findet Scheerer. Nicht zuletzt deshalb entschieden sich die Stadtwerke, den Opel-Stromer anzuschaffen. Zumal sie selbst Anbieter von Ökostrom sind.

Schnell laden
Scheerer braucht die neue Ladestation der Stadtwerke nicht zu nutzen. Für den Ampera gab es schon vorher in der Fahrzeughalle eine Schnellladestation, mit der sich der Ampera-Akku binnen dreieinhalb Stunden aufladen lässt. Wie lange es dauert, vollständig aufzutanken, hängt vom Fahrzeug ab. Die öffentliche Ladestation der Stadtwerke ist jedenfalls zum Schnellladen ausgelegt.

Verschiedene Anschlüsse
Die Station bietet verschiedene Anschlüsse: 230-Volt-Stecker, fünfpoligen Standardstecker für Drehstrom bis 16 Ampere und den Normstecker Typ 1 für Elektrofahrzeuge. „Diese Vielfalt bietet den Service, dass ohne Adapter getankt werden kann", erklärt Matthias Schweitzer. Er ist überzeugt, dass die Technik weiter entwickelt wird und die Ladezeiten bald deutlich kürzer sein werden.

Vorerst kostenfrei
Vorerst ist das Tanken an der Strom-Tankstelle kostenfrei. Allerdings sind die Stadtwerke auch darauf vorbereitet, dass eines Tages der abgezapfte Strom zu bezahlen ist. Daher kann der Tankvorgang auch jetzt nur gestartet werden, wenn er mit einer EC-Karte an der Ladesäule ausgelöst wird.  Wer keine EC-Karte dabei hat, dem kann geholfen werden: „Bei uns im Kundenzentrum gibt es eine Kundenkarte, mit der getankt werden kann."

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Jürgen Gelis
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