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Rüsselsheim startet ins Glasfaser-Zeitalter

(vom 11.05.2013)
Arbeiten beginnen in der Eisenstraße / Hausanschlüsse sind in der Bauphase günstiger

(06.05.2013) „Für Rüsselsheim beginnt eine neue Epoche", freut sich Oberbürgermeister Patrick Burghardt über den Baubeginn für das neue Glasfasernetz. Mit dem Baustart in der Eisenstraße, wo die ersten Rohre unter dem Gehweg verlegt werden, „stellt Rüsselsheim im Interesse der örtlichen Unternehmen wichtige Weichen für zeitgemäßen und zukünftigen Datentransfer".

Glasfaser


Gemeinsam für Glasfaser (von links): Nils Kraft, Thorsten Moßmann, Hans-Peter Scheerer und Patrick Burghardt. 

Standortvorteil
Bis zum Jahr 2020 soll ganz Rüsselsheim mit der neuen superschnellen Datenleitung versorgt sein.  Der Oberbürgermeister sieht darin einen erheblichen Standortvorteil von Rüsselsheim sowohl für die Wirtschaft wie auch für die Einwohner - alle profitieren davon, wenn die immer größer werdenden Datenmengen in Lichtgeschwindigkeit transportiert werden können, sei es zum privaten oder zum gewerblichen Nutzen.

Anbieter der Dienste
Die Stadt hat die Stadtwerke Rüsselsheim damit beauftragt, sowohl das Glasfasernetz zu bauen als auch später die Dienste anzubieten, die darüber möglich sind, also Internet, Fernsehen und Telefon. Die Stadtwerke haben sich Zeit gelassen, genau das passende Geschäftsmodell zu entwickeln, erklärt  Geschäftsführer Hans-Peter Scheerer. Immerhin gilt es, ein Investitionsvolumen von 40 Millionen Euro zu stemmen, ohne dass die Stadt Rüsselsheim - im Gegensatz zu anderen Kommunen - Geld zuschießen muss. Eine weitere Besonderheit des Rüsselsheimer Modells ist es, dass die Anschlüsse bis in jedes Haus gelegt werden, sofern die Eigentümer dies wünschen.

Hausanschluss günstiger
Im ersten von neun Abschnitten wird das Industrie- und Wohngebiet Hasengrund nebst eines kleinen Teils des Dicken Buschs bis zum 31. Oktober ans Glasfasernetz angeschlossen. Hauseigentümer, die während der Bauphase, konkret  bis zum 30. Juni, den Stadtwerken den Auftrag erteilen, erhalten den Hausanschluss bei bis zu 15 Meter  Länge für 300 Euro. Danach sind die vollen Baukosten von 1300 Euro zu bezahlen.

Hälfte bereits unter Vertrag
15 Kilometer Leitung werden im Pilotgebiet verlegt, erklärt Thorsten Moßmann, Leiter Telekommunikation bei den Stadtwerken. Von den 2800 Wohneinheiten in  rund 400 Gebäuden, die angeschlossen werden können, liegen für die Hälfte die Aufträge bereits vor, wobei ein Großteil der Immobilien der Gesellschaft für Wohnen und Bauen Rüsselsheim (gewobau) gehört.  

Herausforderung
Baudezernent Nils Kraft, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke, ist überzeugt, dass es der richtige Schritt für die Stadtwerke ist, ein weiteres Geschäftsfeld zu erschließen, denn die Erlöse aus den klassischen Produkten Gas, Wasser, Strom sind aufgrund allgemeiner Entwicklungen tendenziell rückläufig. Doch die Stadtwerke haben nach Krafts Darstellung bereits bei anderen Aufgabenfeldern wie den Energiedienstleistungen, der Straßenbeleuchtung und dem Stromnetz bewiesen, dass sie sich  innovativen Herausforderungen erfolgreich stellen.

Langer Atem
Geschäftsführer Scheerer unterstrich, dass die Stadtwerke seit jeher mit Aufgaben zu tun haben, die keinen schnellen Gewinn versprechen, sondern einen langen Atem erfordern.  Auch bei Gas, Wasser und Strom waren viele Vorleistungen erforderlich, damit am Ende eine Infrastruktur zur Verfügung steht, die heute von jedem selbstverständlich genutzt wird - „und in diesem Sinne  beginnt mit der Glasfaser eine neue Epoche".

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