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Strom aus dem eigenen Keller

(vom 20.12.2012)

gewobau und Stadtwerke gehen beim Miethaus „Am Borngraben 40" neue Energie-Wege

(20.12.2012) Das Haus Am Borngraben 40 wird mit 48 Mietparteien das erste große in Rüsselsheim sein, bei dem ein Blockheizkraftwerk (BHKW) zum Einsatz kommt. Bei dem BHKW handelt es sich um einen  gasbetriebenen Automotor, mit dem Strom erzeugt wird, während das Motorkühlwasser zum Heizen genutzt wird. Diese energieeffiziente Anlage wird zum einen die vorhandene Gasheizung unterstützen und zum anderen elektrischen Strom produzieren. Die Stadtwerke übernehmen für die bestehende Heizung wie auch für das neue BHKW im Rahmen eines Contracting-Vertrags die  Betriebsführung. Die gewobau und ihre Mieter profitieren von diesem Knowhow in Form eines zukunftssicheren Wärmepreises.

Blockheizkraftwerk
Hans-Peter Scheerer (links) und Torsten Regenstein, die Geschäftsführer von Stadtwerke und gewobau, präsentieren das neue Blockheizkraftwerk, das die Mietswohnungen in der Straße

Ein Pilotprojekt
"Wir möchten unseren Mieter einen stabilen Wärmepreis garantieren", erklärt Geschäftsführer Torsten Regenstein die Motivation, warum die gewobau dieses Pilotprojekt gemeinsam mit den Stadtwerken Rüsselsheim umsetzt.  Das BHKW wird in den Monaten, in denen kaum oder gar nicht geheizt wird, für die Warmwasserversorgung im Haus sorgen. Dadurch kann der Brennwertkessel, der sonst die Heizung antreibt, ausgeschaltet bleiben. „Auf diese Weise wird die Wärme wesentlich effizienter, umweltfreundlicher und kostengünstiger produziert", sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Hans-Peter Scheerer.

Geld sparen beim Strom
Für die  48 Mietsparteien in dem Wohnhaus eröffnet sich zudem die Möglichkeit, Geld zu sparen. Wenn sie den Strom in ihrem Haushalt von den Stadtwerken beziehen, kommen sie in den Genuss eines günstigeren Tarifs.  „Wenn der Strom, der durch das BHKW erzeugt wird, direkt im Haus verbraucht wird, hat das einen entscheidenden Vorteil: Es fallen keine Kosten für Nutzung des allgemeinen Stromnetzes an", erklärt Stadtwerke-Projektleiter Duke Benjamin. „Diesen Preisvorteil können wir weiter geben." Statt aktuell 24,78 Cent je Kilowattstunde zahlen die Mieter von „Am Borngraben 40" nur 24,10 Cent je Kilowattstunde sowie die üblichen 7,90 Euro monatliche Grundgebühr.

Folgeprojekte denkbar
„Wenn dieses Pilotprojekt erfolgreich ist, werden wir es auch auf andere Häuser ausweiten", erklärt Torsten Regenstein. „Die gewobau ist stets bemüht, den technischen Fortschritt zum Nutzen ihrer Mieter einzusetzen." Das BHKW im „Am Borngraben 40" geht  in wenigen Tagen in Betrieb. Es hat eine Leistung von etwa 15 Kilowatt elektrisch (Strom) und etwa 30 Kilowatt thermisch (Wärme).  „Laien denken oft, ein Blockheizkraftwerk müsse sehr groß sein", weiß Hans-Peter Scheerer, „dabei passt es, in ein Metallgehäuse verpackt, bequem in jeden Keller."

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