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Stadtwerke erstellen die Rechnungen künftig selbst

(vom 23.08.2012)
 

Nach Gas und Wasser wird auch beim Strom diese Aufgabe übernommen / Fünf Arbeitsplätze geschaffen

Die Stadtwerke Rüsselsheim haben ihr Aufgabenspektrum um einen weiteren Bereich erweitert. Künftig sind sie auch für die Abrechnung der Stromzähler gegenüber den Stromlieferanten zuständig. Bisher war hierfür ein Dienstleister im Auftrag der Stadtwerke tätig. „Doch wir haben uns entschieden, diese Arbeit ins Unternehmen zu holen", verkündet Geschäftsführer Hans-Peter Scheerer.

Qualität und Finanzen
Dafür gibt es zwei Gründe. „Zunächst versprechen wir uns eine weitere Verbesserung der Qualität, denn der bisher notwendige Abstimmungsprozess mit einem Dienstleister entfällt", sagt Scheerer. Zum anderen sind es wirtschaftliche Gründe. „Wenn die Arbeit im Hause erledigt wird, sparen wir mehr als 100.000 Euro im Jahr."

Der dritte Schritt
Für Hans-Peter Scheerer ist die Übernahme der Stromzählerabrechnung der dritte und letzte Schritt, seit die Stadtwerke Ende 2008 das städtische Stromnetz übernommen haben. Im vorigen Jahr haben die Stadtwerke damit begonnen, auch Strom zu liefern. Insgesamt haben die Stadtwerke 15 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen, allein fünf für die Abrechnung der Stromzähler.

Wie beim Gas und Wasser
Beim Gas und beim Wasser waren die Stadtwerke schon seit jeher für die Rechnungsstellung zuständig. Die Abrechnungen für die Nutzung des Stromnetzes werden nicht dem Endkunden direkt, sondern seinem jeweiligen Lieferanten zur Verfügung gestellt. Der zählt dazu die Kosten für die Energie und die staatlichen Abgaben und versendet sie.

Operation am offenen Herzen
Den Wechsel vom Dienstleister ins eigene Unternehmen bezeichnet der Stadtwerke-Geschäftsführer als „Operation am offenen Herzen", denn es galt, die unterschiedlichen EDV-Programme zweier Unternehmen aufeinander abzustimmen und nach dem Datentransfer zu überprüfen, ob die Informationen korrekt übermittelt wurden. Wie komplex und kompliziert die Materie ist, verdeutlicht Scheerer mit einer Zahl: Allein 360.000 weitgehend automatisierte Mails werden im Jahr verschickt, wenn es um den Nachrichtenaustausch bei Lieferantenwechsel, Umzug oder Zählerablese geht.

Zwei Wochen auf Eis
„Der Datentransfer reicht von der Zählerfernauslese über das Energiedatenmanagementsystem, Abrechnungssystem, Marktkommunikation bis zur Software für die Erneuerbaren Energien", erklärt Scheerer. Vor diesem Hintergrund war die Kommunikation mit den Lieferanten zwei Wochen auf Eis gelegt. „Das war gegenüber diesen auch so angekündigt worden."

Verzögerungen unvermeidlich
Zudem führt die EDV-Umstellung zu Behinderungen im Prozess, so dass beispielsweise die Aufträge von Kunden, die ihren Stromlieferanten wechseln wollen, nicht so zeitnah wie gewohnt ausgeführt werden konnten. „Auch in den nächsten Tagen kann es noch zu Verzögerungen kommen, bis wir den Berg an Arbeit abgearbeitet haben, der liegen geblieben ist", sagt Scheerer. Doch er verspricht: „Die Beeinträchtigungen durch die Umstellung werden so gering wie möglich gehalten."

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