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LED-Leuchten vor der Wichernkirche
Stadtwerke Rüsselsheim testen in der Godesberger Straße weitere Prototypen
(26.07.2010) Nach der Ahornallee gibt es nun in Rüsselsheim eine zweite Straße, in der LED-Leuchten eingesetzt werden. Die Stadtwerke Rüsselsheim haben an der Godesberger Straße in Höhe der Wichernkirche zwei herkömmliche Lampen gegen solche mit Licht emittierenden Dioden (LED) ausgetauscht. „Nun können diese Leuchten im Alltag ihre Tauglichkeit beweisen", sagt der Technische Leiter der Stadtwerke, Matthias Schweitzer. Auch soll sich zeigen, um wie viel günstiger sie im Energieverbrauch sind.
So sieht eine der beiden Leuchten-Typen in der Godesberger Straße aus; das kleine Bild zeigt den bisherigen Lampentyp.
Verschiedene Modelle
Bei den beiden Leuchten an der Godesberger Straße handelt es sich um zwei verschiedene Modelle. „Es sind auch noch einmal andere Prototypen als die drei Lampen, die bereits seit März zur allgemeinen Zufriedenheit an der Ahornallee leuchten", berichtet Michael Müller, Teamleiter der Stadtlicht GmbH, die im Auftrag der Stadtwerke die Arbeiten ausführt. Einen weiteren LED-Prototyp testen die Stadtwerke zudem in den Laternen an den Parkplätzen auf ihrem Betriebsgelände an der Walter-Flex-Straße.
Erscheinungsbild wichtig
„Bei den Leuchten vor der Wichernkirche war es auch wichtig, dass das äußere Erscheinungsbild stimmt", erklärt Matthias Schweitzer. Die Auswahl der Leuchtenkörper erfolgte in Abstimmung mit der Stadt Rüsselsheim. „Auch bei Dunkelheit sind die neuen Leuchten leicht zu erkennen, denn sie liefern weißes Licht, das dem menschlichen Sehempfinden mehr entspricht als das gelbliche Licht der bisher verwendeten Natriumhochdrucklampen", erläutert Michael Müller.
Ehrgeiziges Programm
Die Stadtwerke sind seit Ende 2008 für die Straßenbeleuchtung in Rüsselsheim zuständig. Die Stadt nutzte die vertragliche Möglichkeit, das Stromnetz und die Straßenbeleuchtung in kommunale Hand zu übergeben. Zuvor gehörten beide der Energienetze Rhein-Main GmbH, vormals Überlandwerk Groß-Gerau. Für die nächsten fünf Jahre haben die Stadtwerke in Abstimmung mit der Stadt Rüsselsheim ein ehrgeiziges Energieeinsparprogramm bei der Straßenbeleuchtung vereinbart. „Im Jahr 2014 werden 25 Prozent weniger Strom verbraucht als derzeit", erklärt Matthias Schweitzer. Die 25 Prozent entsprechen 800 Megawattstunden und somit dem durchschnittlichen Verbrauch von rund 2300 Drei-Personenhaushalten. „Durch die eingesparte Strommenge werden zudem 500 Tonnen weniger Kohlendioxid an die Luft emittiert, als wenn die Energiemenge konventionell gewonnen wird."
Feldversuche
Bei der Erneuerung der Rüsselsheimer Straßenbeleuchtung werden LED-Leuchten noch nicht serienmäßig eingebaut. „Andere moderne Leuchtmittel, etwa Metalldampflampen oder Kompaktleuchtstoffröhren, verbrauchen ähnlich wenig Strom", sagt Schweitzer. Doch während hier das Einsparpotenzial ausgereizt scheint, steht die Entwicklung der LED-Leuchten erst am Anfang. Zudem halten diese länger und geben ein besseres Licht. „Von daher wollen wir diese Technologie aktiv durch Feldversuche mit unterschiedlichen Prototypen begleiten."