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Wärmebildkamera deckt Schwächen auf
Heisenberg-Schüler befassen sich mit Energieverbrauch / Stadtwerke unterstützen
(04.02.2011) Sukaina war am meisten davon überrascht, dass der Kaffeeautomat bei ihr zuhause 945 Watt Strom zieht. Auch Hong-Nam Tran und Chakida Amili staunten, was Elektrogeräte an Energie verbrauchen, obwohl sie sich im Stand-By-Modus befinden oder sogar ganz ausgeschaltet schienen. Insgesamt 17 Schüler der Werner-Heisenberg-Schule haben sich im Rahmen der Projektwoche mit dem Thema „Energieverbrauch im Blick" beschäftigt. Sie wurden dabei von den Stadtwerken Rüsselsheim unterstützt, die ihnen mit Hans Dieter Scherer-Gerbig einen unabhängigen Energieberater zur Seite stellten.
Mit der Wärmebildkamera im Einsatz (von links): Hong-Nam Tran, Chakida Amili, Energieberater Hans Dieter Scherer-Gerbig und Sukania Spies. Je heller die Farbe, die auf dem Monitor erscheint, umso wärmer ist die gemessene Oberfläche und umso höher der Energieverlust.
Mit dem Messgerät unterwegs
Der Experte gab den 18- und 19-jährigen Schülern Energiemessgerät an die Hand, mit denen sie praxisnah den Stromverbrauch von Haushaltsgeräten feststellten, zu Hause den Zählerstand notierten und sich mit einer Stromabrechnung beschäftigten. Die Erkenntnis für Sukaina: „Am besten ist es, bei Geräten, die man nicht benötigt, ganz den Stecker zu ziehen oder eine Steckdosenleiste zu benutzen, die sich vollständig abstellen lässt." Energiesparen schont die Natur und den Geldbeutel, wurde Hong-Nam, der informationstechnischer Assistent werden möchte, nachdrücklich klar.
Verluste an der Schule
„Wir wollten auch wissen, was unsere Schule verbraucht", erzählt Chakida, die wie ihre Klassenkameradin Sukaina Fremdensprachensekretärin lernt und über die Projektwoche ein ganz anderes Thema kennenlernte. Dabei ging es beim Energieverbrauch der Schule um die Wärmedämmung der Gebäude und die Isolation von Fernster und Türen. Mit einer Wärmebildkamera machten sich die Schüler auf die Spur und konnten mit Bildern belegen, dass der Energieverlust im Neubau deutlich niedriger als im Altbau ist. Für Chakida macht das deutlich, wie wichtig es beim Kauf eines Hauses ist, auf die Energiekosten zu achten.
Zertifikate für die Schüler
Zum Ende der Projektwoche erhielten die Schüler aus der Hand von Carsten Dannwolf, Leiter Vertrieb und Marketing bei den Stadtwerken, für ihre Teilnahme eine Urkunde als „Junior-Energieberater". Den Stadtwerken ist es wichtig, dass junge Leute mehr über Energieverbrauch und Energieeffizienz wissen. Die Zusammenarbeit mit der Beruflichen Schule erfolgt auch vor dem Hintergrund, „dass die Stadtwerke ein Ausbildungsbetrieb sind und der eine oder andere Schüler eines Tages dort vielleicht eine Anstellung findet".
Vorteile für beide Seiten
Schulleiter Peter Querbach freut sich, wenn die Schule und die Schüler von der Kompetenz der Stadtwerke profitieren. Umgekehrt kann die Schule etwas zurückgeben, in dem sie gut ausgebildete Fachkräfte entlässt. Querbach setzt darauf, dass die Zusammenarbeit mit den Stadtwerken fortgesetzt wird: „Wir wollen Schritte aufeinander zu gehen."