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"Stadtwerke sind ein Leuchtfeuer für Rüsselsheim"
Oberstufenschüler analysieren das Unternehmen und geben Empfehlungen
(17.01.2011) Die Stadtwerke Rüsselsheim sollen neue Geschäftsfelder erschließen, zum Beispiel als Stromanbieter auftreten. Diese Empfehlung haben vier Schüler der Jahrgangsstufe elf des Flörsheimer Graf-Stauffenberg-Gymnasiums gegeben. Die 15 und 16 Jahre alten Schüler hatten im Rahmen des Wettbewerbs business@school das Unternehmen aus der Nachbarstadt analysiert.
Die Stauffenberg-Schüler bei der abendlichen Präsentation ihrer Stadtwerke-Untersuchung.
Wirtschaft kennenlernen
Business@school ist eine Initiative der Unternehmensberatung The Boston Consulting Group, die zum Ziel hat, Schülern die Wirtschaft praxisbezogen näher zu bringen. Das Stauffenberg-Gymnasium beteiligt sich seit dem Schuljahr 2000/01 an dem Projekt. Die Schüler eines Jahrgangs haben dabei ein börsennotiertes Großunternehmen und ein kleines oder mittelständiges Unternehmen zu analysieren.
Gespräch mit dem Geschäftsführer
Bei ihrer Untersuchung stützten sich Marvin Makies, Maximilian Pilz, Shareenah Rupp und Simon Schwanz auf Daten, die ihnen die Stadtwerke zur Verfügung gestellt haben. Zudem führten sie ein Interview mit Geschäftsführer Hans-Peter Scheerer, der das Projekt gerne unterstützte, „um jungen Leute die Möglichkeit zu geben, sich intensiver mit Wirtschaftsfragen zu beschäftigten".
Vergleich mit Flörsheim
Die Stauffenberg-Schüler zeigten in ihrer Analyse auf, dass die Stadtwerke Rüsselsheim 45 Prozent ihres Umsatzes mit dem Verkauf von Gas machen und 37 Prozent mit dem Betrieb der Netze für Gas, Wasser und Strom. Der restliche Umsatz wird durch Verkehrs- und Energiedienstleistungen erbracht. Das Schüler-Quartett verglich den Umsatz und den Gewinn beziehungsweise Verlust mit denen der Stadtwerke Flörsheim und legte sie auf die Mitarbeiter um. Dabei schneiden die Rüsselsheimer besser ab, die rechnerisch pro Kopf einen Gewinn von 12.000 Euro in 2009 erwirtschafteten, während für die Flörsheimer Kollegen ein Minus von 24.000 Euro notiert ist.
Potenzial beim Marketing
Als Schwächen der Rüsselsheimer Stadtwerke analysierten Shareenah Rupp und Co, dass das Unternehmen aufs Stadtgebiet beschränkt ist. Zudem sahen die Vier Verbesserungspotenzial beim Marketing. Hier empfahlen sie beispielsweise, einen Tag der offenen Tür zu veranstalten. Als Stärken bewerteten sie unter anderem die beiden Kundenzentren und die gut gemachte Homepage.
Lob freut Scheerer
Die Stauffenberg-Schüler hatten ihre Unternehmenspräsentation eingangs unter die Frage gestellt „Geht den Stadtwerken die Gasflamme aus oder leuchtet sie heller denn je". In ihrem Fazit gaben sie die Antwort auf diese Frage: „Die Stadtwerke sind ein Leuchtfeuer für Rüsselsheim" - ein Lob, über das sich Geschäftsführer Scheerer freut und das er an die Mitarbeiter und den Aufsichtsrat weitergeben will.
Eigene Unternehmensidee
Hans-Peter Scheerer, der selbst bei der Präsentation in der Aula dabei war, zeigte sich beeindruckt vom professionellen Auftritt der vier Schüler und ihrer Unternehmensanalyse. In den Augen der Jury erwies sich jedoch eine andere Schülergruppe, die ein Dentallabor untersuchte hatte, als noch einen Tick besser. Doch wer letztlich von den neun Teams den schulinternen Vorentscheid gewinnt und sich für die nächste Runde auf regionaler Ebene qualifiziert, entscheidet sich erst noch: Die Teams sollen nun eine eigene Unternehmensidee entwickeln und anschließend vor der Jury präsentieren und begründen.