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Durstlöscher auf jeder Station
Klinikum nutzt das Wasser der Stadtwerke: 280.000 Liter frisch gezapft jedes Jahr(25.11.2010) Im Rüsselsheimer GPR Klinikum können sich Patienten und Besucher auf jeder Station kostenlos mit Tafelwasser versorgen. 280.000 Liter fließen im Jahr aus den mittlerweile 24 Tafelwasserzapfanlagen. „Worüber sich die wenigsten Gedanken machen: Das Wasser aus den Hähnen kommt aus den Leitungen der Stadtwerke Rüsselsheim", sagt Friedel Roosen, Geschäftsführer des GPR Gesundheits- und Pflegezentrums Rüsselsheim.

Gut, gesund und günstig: Wasser aus der Leitung. Stadtwerke-Geschäftsführer Hans-Peter Scheerer, GPR-Verwaltungsleiter Achim Neyer und GPR-Geschäftsführer Friedel Roosen (von links) kosten den guten Tropfen in der Cafeteria des Klinikums.
Auch für Babynahrung geeignet
„Trinkwasser ist das am besten kontrollierte Lebensmittel in Deutschland", erklärt Stadtwerke-Geschäftsführer Hans-Peter Scheerer. „Von daher ist es für die Zubereitung von Babynahrung und selbstverständlich auch als Durstlöscher in jedem Haushalt geeignet." Damit die Qualität gewahrt bleibt und das Wasser aus den Tafelwasserzapfanlagen des GPR Klinikums garantiert keimfrei ist, wird das Wasser vor dem Zapfen durch einen Aktivkohlefilter nochmals gereinigt. Außerdem wird jede Zapfanlage regelmäßig durch das Institut für Laboratoriumsmedizin im GPR Klinikum beprobt und überwacht.
Still oder sprudelnd
Das GPR Klinikum hat bereits im Jahr 1999 die erste Tafelwasserzapfanlage installiert, je nach Wunsch kann es still oder sprudelnd, also mit Kohlensäure versetzt, getrunken werden. „Das Wasser kommt bei Patienten und Besuchern gut an, weswegen diese Form der Versorgung ausgebaut wurde", berichtet Roosen. Dem Gesundheits- und Pflegezentrum spart das rund 56.000 Euro im Jahr. So viel Geld mehr müsste das Klinikum ausgeben, wenn die gleiche Wassermenge in Flaschen gekauft würde.
Rund um die Uhr
Das Tafelwasser aus der Zapfanlage ist rund um die Uhr verfügbar. „Von daher entfallen die Kosten für Transport und Lagerung, die bei den Flaschenwassern anfallen", erläutert Hans-Peter Scheerer. Ein Kubikmeter Wasser kostet den Stadtwerke-Kunden 1,98 Euro. „Da kann sich jeder ausrechnen, was er ausgeben müsste, um tausend Liter Wasser im Handel zu kaufen."
Umwelt wird entlastet
Was für GPR-Chef Roosen auch wichtig ist: „Je mehr Wasser aus der Leitung anstatt aus der Flasche getrunken wird, um so mehr wird die Umwelt entlastet." Sein Stadtwerke-Kollege Scheerer verweist auf Untersuchungen, die alle Produkte danach bewerten, wie viel Kohlendioxid-Emission (CO2e) sie von der Gewinnung der Rohstoffe über die Herstellung, die Verteilung und die Nutzung bis zur Entsorgung verursachen und somit welches Treibhauspotenzial in ihnen steckt.
Die Menge macht's
Bei diesem so genannten Carbon Footprint schneidet Wasser aus der Leitung mit 0,35 Gramm CO2e gegenüber durchschnittlich 210 Gramm CO2e je Liter aus der Flasche deutlich besser ab. Der CO2 e-Wert eines Liters Flaschenwassers entspricht etwa einem Kilometer Autofahrt. „Das scheint nicht sehr viel, doch die Masse macht's", sagt Scheerer und verweist auf die 280.000 Liter Wasser, die allein im GPR-Klinikum aus den Zapfanlagen getrunken werden.
Beitrag zum Klimaschutz
Jeder Bundesbürger trinkt im Jahr 138 Liter Wasser. Auf die 60.000 Einwohner von Rüsselsheim bezogen sind es noch einmal 8,28 Millionen Liter im Jahr, was einem Einsparpotenzial von 1.750 Tonnen Kohlendioxid-Ausstoß entspricht. Für GPR-Geschäftsführer Friedel Roosen macht das deutlich: „Wasser aus der Tafelwasserzapfanlage zu trinken schont den Geldbeutel und leistet einen Beitrag zum Klimaschutz."