Volltextsuche

Kontakt


Ansprechpartner für Vertreterinnen und Vertreter der Medien:

Jürgen Gelis
Pressesprecher
Leiter Kommunikation
und Marketing
06142.500-226
NEU 0172.6880659
E-Mail

Eine Übergabe der besonderen Art

Halbtags statt Ruhestand: Werner Holtmann arbeitet  seinen Nachfolger Markus Oferath ein

(07.08.2009) Eigentlich könnte sich Werner Holtmann bequem zurücklehnen. Der Bauingenieur feierte im Juni seinen 65. Geburtstag und könnte jetzt gemeinsam mit seiner Frau den Ruhestand genießen. Doch statt dessen ist er seit dem 1. Juli für ein weiteres Jahr berufstätig, wenn auch halbtags. Der Grund: Holtmann arbeitet seinen 27-jährigen Kollegen und Nachfolger Markus Oferath ein. „Das Aufgabengebiet ist groß – da bekommt man die Übergabe nicht von heute auf morgen gebacken“, sagt Holtmann, der auf mehr als 40 Jahre Berufserfahrung blickt.

Werner Holtmann (links) und Markus Oferath (rechts).

Aufträge für die Firma Opel
Nach seiner Ausbildung zum Bauingenieur an der Ingenieurschule in Mainz,  begann der gebürtige Essener 1968 für ein Büro in Rüsselsheim zu arbeiten. Ab Ende der 1970er-Jahre war er fast ausschließlich mit Aufträgen für die Firma Opel beschäftigt. Mehr als zehn Jahre stand dort sein Schreibtisch, an dem er unter anderem Zeichnungen für Werksgebäude fertigte.

Umfangreiches Arbeitsgebiet bei den Stadtwerken
1991 wechselte Holtmann auf den Posten des stellvertretenden Abteilungsleiters für Gas- und Wasserversorgung bei den Rüsselsheimer Stadtwerken. "Ich hatte bei Opel viel mit Tief- und Kanalbau zu tun, daher war ich der richtige Mann für die Stelle", erzählt Holtmann. Zu seinem Arbeitsgebiet gehört eine Vielzahl von Aufgaben. Er kümmert sich um die Ausschreibung von Sanierungsprojekten, holt Angebote ein, erteilt in Absprache mit der Geschäftsleitung Aufträge, prüft Rechnungen, bearbeitet Schadensfälle wie Rohrbrüche und anderes  mehr. Auch die Erschließung des Rüsselsheimer Neubaugebiets "Blauer See" hat er auf den Weg gebracht.

Entscheidungen werden heute schneller getroffen
Wenn der Ingenieur seine langjährige Berufspraxis Revue passieren lässt, stellt er fest, dass Entscheidungen heute schneller getroffen werden als früher. Das gleiche gelte für die Ausführungsfristen. "Es geht alles sehr gerafft vonstatten." Nach und nach wird er seine Aufgaben an Markus Oferath übergeben. Als erstes gilt es, Angebote und Abrechnungen für private Gas- und Wasseranschlüsse zu erstellen.

Traditionelle Arbeitstechniken sind wichtig

Oferath absolvierte im nordrhein-westfälischen Troisdorf eine Lehre als Gas- und Wasserinstallateur, machte an der Rüsselsheimer Werner-Heisenberg-Schule Fachabitur und studierte an der Fachhochschule Bingen Verfahrenstechnik mit dem Schwerpunkt Energie- und Versorgungstechnik. Im Rahmen seines Studiums musste er auch das Bleistift- und Tuschezeichnen erlernen. "Diese Fertigkeit ist im Computerzeitalter nach wie vor wichtig - eine Skizze fertigt man einfach schneller mit der Hand", sagt der 27-Jährige. "Auch als junger Mensch muss man für traditionelle Arbeitstechniken offen sein."

Turbulente Zeiten

Seine Diplomarbeit schrieb Oferath für die Firma Infraserv Höchst. Das Thema: Untersuchung der Wirtschaftlichkeit und damit auch der Reduktion des Kohlendioxid-Ausstoßes bei einer Umstellung von Teilen des Fernwärmenetzes im Industriepark Höchst von Dampf- auf Heizwasser. Nach dem Studienabschluss im vergangenen Jahr durchlebte der frischgebackene Ingenieur turbulente Zeiten. Zunächst arbeitete er einen Monat in seinem alten Beruf als Gas- und Wasserinstallateur, dann fand er eine Stelle bei Infraserv Wiesbaden Technik, musste aber aufgrund der schlechten Auftragslage schon nach einigen Monaten wieder gehen. Via Internet entdeckte er die Ausschreibung der Stadtwerke Rüsselsheim für den Posten eines Ingenieurs/Technikers im Bereich Versorgungstechnik. Er bewarb sich und wurde zum 1. Mai 2009 eingestellt.

Internet brachte zwei Mal Glück
Das weltweite Netz brachte ihm schon zum zweiten Mal Glück: 2001 hat Oferath seine spätere Frau übers Internet kennen gelernt. Jetzt freut er sich, dass er seine neue Stelle optimal mit  privaten Interessen verbinden kann, denn der gebürtige Rheinländer lebt mit Ehefrau und mittlerweile zwei Söhnen in Nauheim.