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Historie
Die Möglichkeit des Rückkaufs genutzt
Die Stadtverordneten von Rüsselsheim haben im August 2008 beschlossen, die Straßenbeleuchtung und auch das Stromnetz von Rüsselsheim an die Stadtwerke Rüsselsheim zu übertragen, nachdem es zuvor lange Zeit bei den Überlandwerken Groß-Gerau lag. Die Stadtverordneten nutzten die vertragliche Möglichkeit des Rückkaufs, nachdem der bisherige Konzessionsvertrag ausgelaufen war. Stadtwerke-Geschäftsführer Hans-Peter Scheerer ist überzeugt, dass die Stadtwerke die Straßenbeleuchtung kostengünstiger anbieten zu können als andere.
Die Ursprünge der Straßenbeleuchtung in Rüsselsheim reichen bis ins Jahr 1855 zurück. Der Schlosser Wilhelm Opel, Vater des Firmengründers Adam Opel, befestigte die ersten wölf Laternen. Die mit Rüböl gefüllten Lampen machten die Nacht keinesfalls zum Tag. Sie ergaben eher ein Positions- oder Orientierungslicht. Das mag der Grund gewesen sein, warum seit 1865 Petroleum als Leuchtstoff eingesetzt wurde. Auch diese Lampen wurden durch einen von der Gemeinde beauftragten Lampenfüller angezündet.
Die elektrische Straßenbeleuchtung hatte 1898 ihre Geburtsstunde in Rüsselsheim. Der Bürger Alexander Stuttmann (Bild links, zusammen mit Ehefrau Marie) hatte eine Elektrizitätsanlage erstellt und verkaufte den Strom an die Gemeinde sowie an Privatpersonen, die sich das leisten konnten. 1906 wechselte der Besitz dieser Anlage an Wilhelm Schlott. Um dem steigenden Energiebedarf gerecht zu werden, wurde jener Wilhelm Schlott anno 1910 Teilhaber bei der Rheinischen-Schuckert-Gesellschaft für elektrische Industrie (RSG). Die RSG und die Stadt Mainz gründeten eine Interessengemeinschaft zur Versorgung von 19 Riedgemeinden; daraus entstand 1917 das Überlandwerk Mainz mit Sitz in Groß-Gerau, der Vorläufer des Überlandwerks Groß-Gerau (ÜWG).
Informationen zur Historie des Stromnetzes finden Sie hier