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Gas
Historie
Die Anfänge der Gasversorgung
Ernsthafte Überlegungen zur Errichtung eines Gaswerks erfolgten erst zu einem Zeitpunkt, als in Rüsselsheim bereits eine Elektrizitätsinfrastruktur bestand. Bereits 1905 hatte Sozialdemokrat und Gemeinderatsmitglied Georg Jung die Errichtung eines Gaswerks als die bessere und preisgünstigere Alternative zu einem E-Werk betont. Er verwies auf das Vorhandensein des E-Werks als Tatsache, mit der man sich abfinden müsse.
Der Gemeinderat lehnte ein Jahr später ein lukratives Angebot eines Unternehmers zur Errichtung einer Gasversorgung ab. Dieser hatte den Werksbau, Installationsarbeiten sowie die Aufstellung neuer Straßenlaternen und deren Wartung zu seinen Kosten angeboten. Er rechnete vor, dass die Gasbeleuchtung im Vergleich zur elektrischen um 4/5 billiger sei. Selbst sein Angebot, das E-Werk zu übernehmen, stieß auf Ablehnung.
1914 schloss die Gemeinde einen Vertrag mit der Firma RSG über den Aufbau der Gasversorgung zu Leucht- und Heizzwecken ab. Der Anschluss der Firma Opel war notwendige Voraussetzung für diese Übereinkunft.
Die Ausführungsverhandlungen wurden erst nach dem 1. Weltkrieg fortgeführt. Sie führten zu dem Ergebnis, dass die Gemeinde den Bau der Rohrleitungen sowie den Verkauf des Gases übernahm. Anlass hierzu gab die Aufforderung der RSG an die Gemeinde, einen finanziellen Zuschuss aufgrund der veränderten wirtschaftlichen Situation zu leisten.
Die Gemeinde verpflichtete sich, zunächst für die Dauer von 15 Jahren ausschließlich vom Überlandwerk Mainz das Gas zu Koch- und Heizzwecken zu beziehen. Die Inbetriebnahme erfolgte am 14.12.1926.
Mehr Informationen zur Unternehmensgeschichte der Stadtwerke finden Sie hier
Auch der Heimatverein Rüsselsheim hat sich mit der Geschichte von Gas und Wasser befasst, hier der LInk
